Lagerflächenumsätze in Deutschland 2009


 

Lagerflächenumsätze in

Deutschland 2009


Trotz schwacher Konjunktur hat sich der Lagerflächenmarkt in 2009 insgesamt als

recht robust erwiesen: Der Gesamtumsatz (Vermietungen und Eigennutzer) belief sich

auf 3,25 Mio. m², entsprechend einem Minus von 10 % gegenüber dem Vorjahr. Der

5-Jahresdurchschnitt ist sogar um 3 % übertroffen.


Auf die Ballungsräume Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M. inklusive

Wiesbaden/Mainz, Hamburg und München entfielen dabei rund 1,3 Mio. m², ein

Rückgang von 8 %. Umsatzstärkste Region war Hamburg mit rund 374.000 m²

(entsprechend einem Plus von 5 % gegenüber 2008). Deutliche Einbußen mussten

die Regionen Düsseldorf (- 27 % auf 178.000 m²), Berlin und München mit -15 %

bzw. -18 % hinnehmen. Frankfurt erfreute sich des stärksten Wachstums und legte

um 11 % auf ca. 276.000 m² zu. Einzeldeals über 5.000 m² machten mehr als die

Hälfte des Umsatzvolumens aus. In Gewerbeparks ging der Umsatz teilweise

deutlich gegenüber den beiden Vorjahren zurück.


Außerhalb der Big 5 Ballungsräume bewegte sich der Gesamtumsatz bei ca. 1,96

Mio. m². Am stärksten frequentiert war das Ruhrgebiet mit ca. 276.000 m², der

Raum Köln/Bonn mit ca. 234.000 m² und Hannover/Braunschweig mit ca. 209.000 m².

Der Rhein-Neckar-Raum kam auf ein Volumen von ca. 178.000 m².


Auffällig ist der mit 45 % hohe Anteil der Eigennutzungen am Gesamtumsatz. Mit

1,45 Mio. m² hat ihr Volumen gegenüber dem Vorjahr (2008 ca. 836.000 m²) um 73

% zugelegt. Dieser Zuwachs war in und außerhalb der 5 Ballungsräumen gleich

hoch. In den Big 5 machten Eigennutzerflächen ein Volumen von 339.000 m² aus.


"Die Jahre 2006 bis 2008 mit ihren herausragenden Vermietungsvolumina

gehören zunächst einmal der Vergangenheit an. Verlierer waren vor allem die

B-Standorte, die vorher stark von den günstigen Mieten bei großvolumigen

nutzerspezifischen Projektentwicklungen profitiert hatten. Dagegen boomten 2009

die eigenen Neubauprojekte des Einzelhandels, die ihre Netzwerke kräftig

erweitert und modernisiert haben", so Rainer Koepke, bei Jones Lang

LaSalle Deutschland Leiter Industrie Immobilien. Und weiter: "Für 2010

erwarten wir in einem nach wie vor schwierigen, wenn auch sich leicht

erholenden Marktumfeld einen weiteren leichten Umsatzrückgang - mit allerdings

umgekehrten Vorzeichen. Während sich die Eigennutzeraktivitäten eher wieder

normalisieren, könnte die Abschlussbereitschaft auf Seiten der Mieter wieder

leicht steigen."


Expertin: Dorothea Koch, Dorothea.Koch@eu.jll.com


www.joneslanglasalle.de

 

 

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