Deutscher
Investmentmarkt für Logistikimmobilien 2009
Rückgang des Transaktionsvolumens in 2009 um 70 % - Spitzenrenditen
stabilisiert
Das bundesweite Transaktionsvolumen für Logistik- und Industrieimmobilien
belief sich 2009 auf rund 550 Mio. Euro, entsprechend einem Rückgang von 70 %
gegenüber dem Vorjahr (2008: 1,81 Mrd. Euro). Damit lagen in dieser Assetklasse
die Einbußen deutlich höher als der Rückgang beim deutschlandweiten, über alle
Assetklassen hinweg notierten Transaktionsvolumen (2009: 10,3 Mrd. Euro,
entsprechend - 47 % gegenüber dem Vorjahr).
"Der Markt war im vergangenen Jahr noch stärker von der Suche der
Investoren nach Sicherheit geprägt. Gefragt waren insbesondere langfristig
vermietete klassische Logistikprodukte in guten bis sehr guten Lagen.
Dementsprechend kann über 80 % des Transaktionsvolumens Core und Core+ Objekten
zugeordnet werden, nur 20% waren "Value-Add" oder opportunistische
Engagements", so Simon Beyer, Leiter Industrial Investment Jones Lang
LaSalle Deutschland.
Die Netto-Anfangsrendite für erstklassige Logistikobjekte in besten Lagen hat
sich in der zweiten Jahreshälfte 2009 stabilisiert. Sie erreichte zum
Jahresende in den fünf untersuchten Regionen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M.,
Hamburg und München einen durchschnittlichen Wert von 7,39 %, entsprechend
einem leichten Zuwachs von 26 Basispunkten im Jahresvergleich.
"Für Top-Objekte wird es auch 2010 eine stabile Nachfrage geben, die
allerdings auf ein nur geringes Angebot trifft. Der Druck auf die Renditen in
diesem Spitzensegment wird sich erhöhen, mit möglicherweise leicht nachgebenden
Werten", so Beyer. Voraussetzung für eine moderate Zunahme des Transaktionsvolumens
wird nicht zuletzt ein funktionierender Finanzierungsmarkt auch für B- Produkte
sein.
Expertin: Dorothea Koch, Dorothea.Koch@eujll.com