BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Logistikmarktzahlen zum ersten Halbjahr 2019 - Stuttgarter Logistikmarkt bewegt sich im langjährigen Durchschnitt


Stuttgart, 24. Juli 2019 – Der Stuttgarter Logistik- und Lagerflächenmarkt erzielt im ersten Halbjahr einen Flächenumsatz von 72.000 m² und bewegt sich damit in etwa auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts. Im Vorjahresvergleich musste er aber einen Rückgang um rund 31 % hinnehmen. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Für das Ergebnis gibt es zwei wesentliche Gründe: Zum einen fiel das Vorjahresresultat ausgesprochen positiv aus, zum anderen trugen im letzten Jahr Großabschlüsse über 8.000 m² etwa 90.000 m² zum Ergebnis bei. Im ersten Halbjahr 2019 beläuft sich der entsprechende Wert bisher auf lediglich 29.000 m². Neben den üblichen Schwankungen beim Abschluss von großen Verträgen, die nicht jedes Jahr in gleichem Umfang getätigt werden, spiegelt sich hier auch das sehr geringe Angebot an großen Neubauflächen wider“, so Christopher Raabe, Managing Director und Head of Industrial Services & Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH.  Wie auch an anderen Standorten stellt diese Situation in Stuttgart zunehmend einen limitierenden Faktor für den realisierbaren Flächenumsatz dar. Zu den wenigen größeren Abschlüssen gehörten unter anderem 8.000 m² von Medi1one medical in Fellbach sowie 4.800 m² in Frickenhausen durch Farasis Energy Europe.

Produktionsunternehmen klar die Nummer eins
Bei der Verteilung des Flächenumsatzes auf die einzelnen Branchengruppen zeigt sich, dass die wirtschaftliche Stärke der Schwabenmetropole vor allem auf einer industriellen Basis fußt. Mit einem Anteil von gut 47 % können Produktionsunternehmen knapp die Hälfte des Ergebnisses auf sich vereinen und setzen sich damit klar an die Spitze der Nachfragegruppen. Den Silberrang beanspruchen Handelsunternehmen für sich, die weitere knapp 31 % zum Resultat beisteuern und wie auch in anderen Städten weiterhin sehr expansiv sind. Für Logistikdienstleister bleibt damit nur der dritte Platz: Ihr Umsatzanteil beläuft sich auf 16,5 %. Etwas stärker als in den meisten anderen Logistikagglomerationen fällt die Beteiligung des Baugewerbes und Handwerks aus, die für immerhin gut 4 % verantwortlich zeichnen.  

Anders als im Vorjahr zeigt sich eine vergleichsweise homogene Umsatzverteilung über die einzelnen Größenklassen. Da die oberste Klasse ab 20.000 m² bislang nicht besetzt ist, entfällt der größte Anteil auf Verträge zwischen 12.000 und 20.000 m², die gut ein Viertel zum Ergebnis beisteuern. Bemerkenswert ist vor allem das sehr lebhafte Marktgeschehen in den kleineren Größenklassen bis 8.000 m². Insgesamt sind sie für knapp 60 % des Resultats verantwortlich. Absolut betrachtet konnten sie mit fast 43.000 m² den vergleichbaren Vorjahreswert sogar um über 170 % steigern, wodurch die breite Nachfragebasis unterstrichen wird.


Begrenztes Angebot lässt Mieten steigen

Das Flächenangebot bleibt weiterhin begrenzt. Dies betrifft insbesondere größere, moderne Neubauflächen sowie besonders präferierte Lagen wie Stuttgart, Böblingen, Sindelfingen oder Esslingen. Verantwortlich hierfür ist einerseits das knappe und teilweise aufgrund der Topographie begrenzte Grundstücksangebot, zum anderen aber auch eine gewisse Zurückhaltung der Kommunen, Flächen für Logistiknutzungen auszuweisen. Gerade Nutzer mit größeren Flächenbedarfen sind deshalb häufiger gezwungen, auf weiter entfernte Regionen auszuweichen. Diese Situation schlägt sich in der Mietpreisentwicklung nieder, sodass die Höchstmiete in den vergangenen zwölf Monaten um 6 % auf 7 €/m² und die Durchschnittsmiete um 4 % auf 5,40 €/m² angezogen hat.  

Perspektiven
„Die Nachfrage, vor allem im kleinteiligen und mittleren Marktsegment, ist unverändert gut. Ein Grund: Das Automotive-Cluster, von dem neue Entwicklungen und Trends wie die E-Mobilität ausgehen und entsprechende Flächenbedarfe auslösen. Vor diesem Hintergrund ist auch für das Gesamtjahr von einem im langfristigen Vergleich guten Ergebnis auszugehen, das in etwa auf dem Niveau des durchschnittlichen Umsatzes liegen dürfte. Ob es gelingt, erneut die 150.000-m²-Schwelle zu übertreffen, bleibt aber noch abzuwarten. Bei den Mieten ist eine anhaltende leichte Aufwärtstendenz nicht ganz auszuschließen“, so Christopher Raabe.
 
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