BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Zahlen zum Logistikmarkt für das 1. Halbjahr 2020 - Leipziger Logistikmarkt erzielt neuen Rekord zur Jahresmitte

Leipzig, 17. Juli 2020 – Der Leipziger Logistikmarkt hat nach einem verhaltenen Jahresbeginn im zweiten Quartal ordentlich Fahrt aufgenommen und verzeichnet zum Ende des 1. Halbjahrs mit 207.000 m² Flächenumsatz eine neue Bestmarke. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.


„Bemerkenswert ist nicht nur, dass mit diesem Resultat der langjährige Durchschnitt um stolze 67 % übertroffen wurde, sondern auch, dass schon zum Ende des Q2 mehr Flächen umgesetzt wurden als im gesamten Vorjahr. Im Vergleich zu den anderen großen deutschen Logistikmärkten ist die Sachsenmetropole außergewöhnlich gut durch die Corona-Krise und den wochenlagen Lockdown gekommen“, sagt Christopher Raabe, Managing Director and Head of Logistics & Industrial at BNP Paribas Real Estate Germany. Zwar wurde in Leipzig auch in gewissen Branchen, wie zum Beispiel der Automobilbranche, ein Nachfragerückgang aufgrund der sich abzeichnenden Rezession verzeichnet, jedoch zeigten sich dagegen Unternehmen der Pharmaindustrie sowie des E-Commerce sehr aktiv. Besonders die Onlinehändler haben von dem Lockdown und dem damit einhergehenden höheren Bestellvolumen profitiert, was zu einer expansiven Marktaktivität im zweiten Quartal geführt hat.
 
Die Verteilung des Flächenumsatzes nach Sektoren verdeutlicht den schon länger zu beobachtenden Bedeutungszuwachs von Handelsunternehmen auf dem Leipziger Logistikmarkt. Mit 60 % des Volumens setzt sich diese Branche eindrucksvoll an die Spitze der Verteilung und erzielt sowohl in der Summe als auch anteilig ihr bestes je registriertes Ergebnis. Basis dieses Resultats sind im Wesentlichen zwei Deals von E-Commerce-Unternehmen über 74.000 m² in Großkugel und 27.500 m² in Halle (beide vermittelt über BNPPRE) sowie ein Amazon-Abschluss über 20.000 m² in Schkeuditz. Damit zeichnet der Sektor für gleich drei der fünf größten Verträge verantwortlich. Ebenso nennenswerte Beiträge leisten die Industrie– und Produktionsunternehmen mit gut 26 %, wobei die Anmietung der Dräxlmaier Group von 25.000 m² in einem aktuell im Bau befindlichem Objekt den bedeutendsten Abschluss dieser Branche darstellt.
 
Großabschlüsse besonders stark
Gegensätzlich zum ersten Quartal, als noch kein Abschluss über 12.000 m² verzeichnet werden konnte, drücken die Großabschlüsse mit über 20.000 m² dem Halbjahresergebnis mit gut 61 % nun ihren Stempel auf. Neben dieser Dominanz können jedoch auch die kleineren Segmente unter 12.000 m² absolut gesehen erfreuliche Ergebnisse (etwa im langjährigen Durchschnitt) verzeichnen, was die breite Nachfrage über alle Segmente auf dem Leipziger Markt verdeutlicht.
 
Nicht zuletzt wegen der hohen Nachfrage nach kurzfristig verfügbaren Logistikflächen mit moderner Ausstattungsqualität und des geringen Angebots innerhalb dieses Segments präsentieren sich die Mieten auch in unsicheren Zeiten stabil. Die Spitzenmiete verbleibt bei 4,50 €/m² und wird in modernen Bestandsobjekten im Norden von Leipzig sowie nahe der Autobahn erzielt. Ein Anstieg um 5 Cent im Vergleich zum Vorjahr kann sogar bei der Durchschnittsmiete beobachtet werden, die aktuell bei 3,75 €/m² liegt. Grund für diesen Anstieg ist unter anderem die zunehmende Verringerung von vermietbaren Bestandflächen.
 
Perspektiven
„Trotz der Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie hat sich der Logistikmarkt in der Sachsenmetropole in äußerst stabiler Verfassung präsentiert. Es bleibt abzuwarten, wie sich aufgrund der gegenwärtigen Rezession wichtige Nachfrager, wie die Automobilindustrie, im weiteren Verlauf dieses Jahres verhalten werden. Jedoch erscheint auf Basis des sehr guten Halbjahresergebnisses ein überdurchschnittliches Jahresresultat als nicht unwahrscheinlich. Vor dem Hintergrund des allgemein bestehenden Nachfrageüberhangs ist auch in den nächsten Quartalen nicht von einer Anpassung der Mietpreise auszugehen; die Durchschnittsmiete könnte bei gleichbleibender Entwicklung sogar leicht steigen“, fasst Bastian Hafner, Head of Logistics & Industrial Advisory, die weiteren Aussichten zusammen.

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